Richtig grillen mit Holzkohle

Das Grillen mit Kohle ist der Klassiker unter den Grillmethoden überhaupt. Doch wie lässt sich die Holzkohle anheizen und wann ist die ideale Hitze zum Grillen erreicht? So wird Ihr Grillfleisch perfekt:

Holzkohle richtig anheizen

Der erste Schritt beim Grillen mit Kohle ist das Anheizen. Bauen Sie dazu aus den Kohlen eine kleine Pyramide, legen Sie Grillanzünder oder Holzwolle darunter bzw. an den Rand und zünden Sie diese an.

Grillanzünder kommen in unterschiedlichen Formen und Funktionen und erleichtern das Anzünden der Kohle erheblich. Flüssige Anzündehilfen verbrennen langsam und rückstandsfrei. Verzichten Sie aber auf Spiritus und Benzin, die gehören nicht auf die Holzkohle! Zeitungspapier ist auch nicht empfehlenswert, da Papierasche während des Grillens aufgewirbelt wird und am Essen haften bleibt.

Die beste Art seinen Kohlen Feuer zu machen sind immer noch Feststoff-Anzünder. Meist handelt es sich dabei um Holzfasern oder Holzwachs. Die Verwendung ist einfach: Die Kohle zu einer kleinen Pyramide aufschichten, Grillanzünder drunter, mit einem langen Streichholz anzünden und abwarten.

Sobald die erste Schicht der Holzkohle angeglüht ist, kommt die restliche Kohle in den Grill. Jetzt heißt es noch einmal warten: Holzkohle braucht etwa 20 bis 30 Minuten, bis sie durchgeglüht ist, Briketts etwa 45-60 Minuten. Fachen Sie das Feuer mit einem Fächer aus Karton oder einem Blasebalg an. Sobald ein schöner Glutpolster entsteht, sollten Sie die Kohle niederklopfen. Jetzt kann es losgehen: Packen Sie Ihre Grillgut auf den Grill!

 

 

Der Anzündkamin

Um die Holzkohle noch schneller zum Glühen zu bringen, können Sie einen Anzündkamin verwenden. Mit diesem praktischen Metallzylinder hat die Kohle in nur 30 Minuten die richtige Glut und kann im Grill verteilt werden.

Dabei zünden Sie zuerst einen Grillanzünder auf einem feuerfesten Untergrund an. Im Anschluss wird der Anzündkamin mit der Holzkohle befüllt und über dem brennenden Anzündwürfel platziert. 20 bis 30 Minuten später hat die Holzkohle die richtige Glut erreicht und kann im Grill verteilt werden.

Hitzeregulierung

Essentiell beim Grillen mit Holzkohle ist es, den richtigen Zeitpunkt abzuwarten, um das Grillgut aufzulegen. Aber wann ist es soweit? Der richtige Moment ist gekommen, sobald Sie flammenlose, weiß gefärbte Holzkohlen sehen, über denen die Luft zu vibrieren scheint.

Wenn man länger als 30 Minuten grillt, wird die Temperatur des Holzkohlegrills zu niedrig und Holzkohle muss nachgelegt werden. Für einen längeren Grillabend oder größeres Grillgut eignen sich die Briketts am besten. Briketts brauchen zwar länger zum Durchglühen, halten die Hitze jedoch auch noch nach zwei Stunden. Die leichten Holzkohlestücke sind ideal für das schnelle Grillen von Grillgut mit kurzer Garzeit. Sie lassen sich leicht entzünden und glühen in knapp 20 Minuten durch. Legen Sie daher lieber zu früh, als zu spät nach. So vermeiden Sie eine zu geringe Temperatur.

Bevor das marinierte Fleisch auf den Grill kommt, tupfen Sie dieses mit einen Papiertuch ab um überschüssige Ölreste zu entfernen. Damit wird verhindert, dass das Öl auf die Glut tropft und sich schadstoffhaltiger Rauch und Flammen bilden. Ist Ihre Holzkohle feucht, sollte in der Sonne getrocknet werden, da es sonst zu einer starken Rauchentwicklung kommt. Problematischer wird es, wenn Briketts nass werden. Sie bestehen aus dem gepressten Staub von Holzkohle und lösen sich bei zu viel Feuchtigkeit auf. Hier hilft auch das Trocknen nicht mehr weiter.

Damit das Grillgut nicht zu heiß oder zu kalt gegrillt wird, können Sie einfach die Hitze regulieren. Ändern Sie dazu den Abstand zwischen Grillrost und Glut. Flaches Grillgut gehört näher an die Glut und wird nur kurz angebraten. Dickere Stücke werden mit einem größeren Abstand zur Glut aufgelegt und länger gegart. Gutes Gelingen!

 

 

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