Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill?

Ein wahrer Grillmeister ist nur so gut, wie der Grill selbst. Damit die Wahl leichter fällt, stellen wir die unterschiedlichen Grillarten gegenüber und enthüllen ihre Vor- und Nachteile. Elektro-, Gas- oder Holzkohlegrill – welcher ist ideal für Sie?

Die einen schwören auf den Holzkohlegrill und nehmen dafür ein aufwendiges Anzünden, Rauch und Funken in Kauf. Die anderen bevorzugen den Gasgriller, weil er besonders viel Komfort bietet und gleichzeitig Höchstleistungen vollbringt. Die praktische Alternative dazu ist der Elektrogrill. Er ist pflegeleicht, sofort einsatzbereit und eignet sich sogar zum Grillen am Balkon.

Holzkohlegrill: der Klassiker

Wie der Name schon sagt, wird er mit Kohle oder Briketts angefacht. Köstliches Fleisch, Gemüse & Co. werden direkt über dem Feuer geröstet und erhalten dadurch ihr rauchiges Grillaroma. Der ideale Holzkohlegrill besteht aus rostfreiem Edelstahl, ist verstellbar und besitzt eine herausziehbare Aschenschublade. Das Anheizen mit Holzkohle  benötigt viel Zeit. Um die Hitze beim Grillen mit Kohle zu regulieren, spielen die Menge der Kohle, deren Verteilung im Grill und die Luftzufuhr eine wichtige Rolle. Das Grillen kann beginnen, wenn die Kohle gleichmäßig glüht. Das kann bei einem großen Grill auch schon mal 20 Minuten dauern. Für Grillgut, das länger als 25 Minuten braucht, ist ein Griller mit Deckel ideal. Er ist wie eine Art Umluftofen, der die Wärme gleichmäßig verteilt und zu schnelleren Ergebnissen führt. Trotz allem gilt: Wer mit Kohle grillt, braucht Gefühl am Rost.

Gasgrill: schnell und schonend

Auch beim Grillen mit Gas ist ein rauchiges Grillaroma garantiert. Im Vergleich zum Grillen mit Holzkohle entsteht dabei jedoch weniger Rauch und Ruß.  Zudem ist ein Gasgrill schnell einsatzbereit und die gewünschte Temperatur lässt sich ganz einfach regulieren.

Grundsätzlich kann beim Grillen mit Gas und Holzkohle zwischen zwei Gar-Methoden unterschieden werden: Dem direkten und dem indirekten Grillen. Ersteres bedeutet, dass die vom Grill erzeugte hohe Hitze ohne Umwege direkt von unten auf das Grillgut übertragen wird. Dies eignet sich gut für Fleisch mit kurzen Garzeiten und einer Temperatur zwischen 220 und 300 °C . Beim indirekten Grillen wird das Fleisch an einer Stelle des Grills aufgelegt, an der es nicht direkt mit den Flammen in Berührung kommt bzw. nicht direkt über den glühenden Kohlen liegt. Diese Methode eignet sich für Grillgut mit Garzeiten von mehr als 15 Minuten. Durch den geschlossenen Deckel bleibt das Fleisch saftig und trocknet nicht aus.

Elektrogrill: ideal für den Balkon

Mit dem Elektrogrill ist das Grillen sauber, schnell und wesentlich einfacher. Und das Beste: Dieser Griller kann sogar am Balkon oder auf der Terrasse angeworfen werden, sofern eine Steckdose in der Nähe ist. In einem Elektrogrill sitzen Heizspiralen, die beim Einschalten heiß werden und einen darüber liegenden Grillrost erhitzen. Die Temperatur lässt sich dabei meistens stufenlos mit einem Temperaturregler einstellen. Damit der Grill aber heiß genug wird, um das Fleisch darauf tatsächlich zu grillen und nicht nur langsam zu garen, ist eine Mindestleistung von 2.000 Watt notwendig. Eine so starke Hitze wie bei einem Holzkohle- oder Gasgrill kann mit einem Elektrogrill leider trotzdem nicht erzielt werden. Aber keine Sorge: Das Ergebnis schmeckt trotzdem vorzüglich.

Sie haben sich bereits für einen Griller entschieden? Dann lesen Sie unsere Tipps für eine perfekte Zubereitung!

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