Perfektes Timing am Grill

  1. Die entspannte Variante
  2. Die schnelle Variante
  3. Für Fortgeschrittene

So können alle gleichzeitig essen

Entspannt grillen für die ganze Familie.

Viele Gäste, viele Geschmäcker – aber nur ein Grill. Eine der größten Herausforderungen beim Grillen ist es, dass alle Mitgriller gleichzeitig essen können und dass ihr Essen weder verkohlt noch innen roh ist.
3 Tipps für ein perfektes Timing am Grill.

Die entspannte Variante

Der große Braten

Für möglichst stressfreies Grillen gilt: je weniger verschiedene Speisen, desto besser. Wer die erweiterte Großfamilie zum Grillabend erwartet, lässt die Experimente lieber bleiben und bereitet am besten einen großen Braten für alle vor. Der kann mehrere Stunden bei niedriger Temperatur unter der Haube schmurgeln und ist auf den Punkt gegart, wenn die hungrige Meute einfällt. Während er dann rastet, bleibt immer noch genug Zeit, um auf der restlichen (oder neu entfachten) Glut für die Kinder ein paar Würstel zu grillen. Weil der Braten nur mehr aufgeschnitten werden muss, kann auch der Grillmeister sich mit allen anderen an den Tisch setzen.

Ideal sind dafür ein Kugelgrill und Briketts geeignet. Während Holzkohle heißer wird, halten Briketts länger – drei Stunden bei 120 bis 150 Grad sollten mit qualitativ hochwertiger Ware kein Problem sein. Je seltener der Deckel geöffnet wird, desto besser. Wenn die Hitze trotzdem ausgeht, einfach Braten vom Rost nehmen, neue Britketts einfüllen, Hitze erneut einstellen und weiter garen lassen. Wenn alle Stricke reißen, hilft das Backrohr weiter – wenn dann die Gäste kommen, kann der Braten ja trotzdem durchaus unter der Grillhaube warten.

Grilllogistik Braten

Die schnelle Variante

Fleisch häppchenweise

Wenn die Geschmäcker der Gäste partout verschieden sind, ist die zweitbeste Möglichkeit, ausschließlich Speisen zu servieren, die sehr schnell garen. Noch mehr als sonst gilt dann: Vorbereitung ist das halbe Leben. Bringen Sie schon vor dem Eintreffen der Gäste das Fleisch in Form und sorgen Sie so dafür, dass es gleichmäßig und gleich schnell gart: Zarte Fleischstücke wie das Filet oder die Hühnerbrust etwa fingerdick schneiden, festere wie das Bauchfleisch vom Schwein in dünne Streifen schneiden und eventuell mit einem Schnitzelklopfer plattieren, Würstel am besten in heißem Wasser vorgaren, sodass sie nur mehr schnell gebräunt werden müssen. Auf Hühnerschenkel lieber verzichten oder aber die Knochen auslösen und das Fleisch ebenfalls in höchstens fingerdicke Stücke schneiden.

Dann den Griller ordentlich anheizen und in kürzester Zeit die Meute satt bekommen. Achten Sie auch bei dieser Variante darauf, dass nicht überall unterm Rost Kohlen liegen. An den kühleren Stellen können Sie Fleischstücke kurz rasten lassen und warm halten. Einziger Nachteil: Der Grillmeister hat keine Zeit zum Mitessen, weil er ständig auflegt und wendet.

Für Fortgeschrittene

Die Grill-Staffel

Wenn weder die entspannte noch die schnelle Variante eine Option ist, heißt es staffeln und die gesamte Größe des Grills ausnutzen. Bereiten Sie den Grill für indirektes Grillen vor: Kohlen heiß machen und nur in eine Hälfte des Grills legen. Zuerst jene Teile dort scharf anbraten, die etwas länger Hitze brauchen, etwa Hühnerschenkel. Diese Stücke dann auf die kühlere Seite des Grills legen. Eventuell jetzt den Deckel schließen und eine halbe Stunde warten, bis alles fast fertig gegart ist.

Grill öffnen und direkt über den Kohlen Stücke platzieren, die schneller garen, aber nicht allzu heikel sind, etwa Würstel. Kurz bräunen, dann wieder Deckel schließen und alles gar ziehen lassen. Achtung: Diese Variante braucht die meiste Erfahrung und ein gutes Gespür dafür, welche Stücke sich gut kombinieren lassen. Heikle Cuts wie hochwertige Steaks vermeiden und lieber Fleischarten wählen, die nicht perfekt auf den Punkt gegart werden müssen – Hühnerschenkel, Flügel, Schopfsteaks, Bauchfleisch oder Würstel sind eine gute Wahl.

5 Tipps mit großer Wirkung

Wenn wenig Platz am Grill ist, Würstel in heißem Wasser vorgaren, sodass sie nur mehr gebräunt werden müssen.

Unterschiedliche Fleischarten so zuschneiden, dass sie gleich schnell garen – zarte Stücke etwas dicker, durchzogene dünner schneiden.

Hühnerkeulen für schnelleres Garen eventuell auslösen und flach drücken.

Soll es schnell gehen, zähe Teile wie Bauchfleisch oder Schulter in Streifen schneiden und mit einem Schnitzelklopfer plattieren.

Heben Sie sich das perfekte Ribeye für den romantischen Abend zu zweit auf. Im Zweifelsfall für die Grillparty heikle Stücke wie hochwertige Steaks vermeiden und lieber Fleischarten wählen, die nicht perfekt auf den Punkt gegart werden müssen.

 

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