Würstel richtig zubereiten

Unser ganzer Stolz Die Wurst ist uns nicht wurst!

Die Wurst ist der Stolz des Fleischermeisters, weswegen wir uns besonders freuen, wenn unsere Kunden bei ihrer Zubereitung genauso sorgfältig vorgehen wie wir, wenn wir sie machen. Hier ein paar Tipps & Tricks, wie Brüh- und Bratwürste perfekt gelingen.

Brühwürste

Unter Brühwürsten verstehen wir alle Würste, die bei der Herstellung bereits vorgegart werden – also Sacherwürstel, Frankfurter (klassisch oder von der Pute) oder Debreziner, aber auch Extrawurst oder Polnische. Auch manche Würste, die wir dann vor dem Essen vielleicht braten, wie die Käsekrainer, werden bereits vorgebrüht.

Wichtig ist, die Würste vor dem Essen dann nicht ins kochende, sondern nur ins heiße Wasser zu legen – das sorgt dafür, dass sie schonend erhitzt werden und nicht aufplatzen. Ideal ist eine Wassertemperatur von etwa 75 Grad.

Je mehr Würste Sie im Wasser garen, desto besser: Das Wasser wird mit der Zeit den Geschmack der Würste annehmen und die Würste immer besser machen.

Das sagt der Hofstädter

Würstel nicht ins kochende Wasser geben – ideal ist eine Temperatur von 75°C.

Bratwürste

Unter Bratwürsten verstehen wir jede Wurst, die in der Pfanne oder am Grill zubereitet wird und von der wir wollen, dass sie nicht nur durch, sondern auch knusprig ist. Das können rohe Bratwürste sein, natürlich können aber auch Brühwürste wie die Käsekrainer gebraten oder gegrillt werden.

Auch hier gilt: Sanfte Hitze ist besser als zu starke, um zu verhindern, dass Ihre Wurst aufplatzt oder außen verbrennt, bevor sie innen durch ist. Wer seine Wurst in der Pfanne gart, schaltet am besten auf mittlere Hitze, legt die Wurst hinein und gart sie mit geschlossenem Deckel.

Am allerbesten ist es, auch Bratwürste erst im Wasserbad sanft auf die perfekte Kerntemperatur zu bringen (um die 65 Grad) und dann in einer heißen Pfanne oder auf einem heißen Grill kurz knusprig zu braten. Das verbindet das Beste aus beiden Welten. Auch Käsekrainer können von dieser Technik profitieren.

Das kleine Wurst-Einmaleins Die Stars unter den Würsteln

1. Frankfurter

Eigenschaften: Eine klassische Brühwurst mit feinem Brät aus Rind, Schwein, Speck und Wasser. Moderne Varianten werden auch aus bestem Putenfleisch und ganz ohne Stärke gemacht.
Herkunft: Sie wurde zu Beginn des 19. Jahrhunderts vom Fleischhauer Johann Georg Lahner in Wien erfunden.
Gewusst? Weil Lahner ursprünglich aus der Gegend um Frankfurt stammte, heißt die Wurst in Wien bis heute Frankfurter, während der Rest der Welt sie Wiener Wurst nennt.

2. Sacherwürstel

Eigenschaften: Sacherwürstel sind die lange, besonders feine Version der Frankfurter. Dank eines Gewichts von etwa 200 Gramm und einer Länge von 20 Zentimetern und mehr können sich Fans an ihnen fast satt essen.
Herkunft:
Wie die Frankfurter stammen sie aus Wien. Trotz ihres Namens ist es nicht ganz klar, ob sie wirklich für das Hotel Sacher entwickelt wurden – sie werden jedenfalls bis heute dort serviert.
Gewusst? Der Legende nach sollen sie bereits Kaiser Franz Joseph serviert worden sein, erstmals schriftlich erwähnt werden sie in einem Fleischerhandbuch von 1931.

3. Debreziner

Eigenschaften: Eine Brühwurst aus Schwein, Rind und etwas mehr oder weniger scharfem Paprika, der ihr auch die charakteristische Farbe gibt.
Herkunft: Sie ist nach der ungarischen Stadt Debrecen benannt, aus der sie einst nach Wien gekommen sein soll.
Gewusst? Sie ist bereits seit dem 19. Jahrhundert am Würstelstand vertreten. Weil wir nicht genug bekommen können von Debrezinern, haben wir besonders lange im Sortiment.

4. Käsekrainer

Eigenschaften: Das Wort „Krainer“ geht auf die Krain zurück, jene Provinz der österreichisch-ungarischen Monarchie, deren Gebiet heute zu Slowenien gehört. Die Krainer Wurst, eine leicht geräucherte Wurst aus Schwein und Rind, ist dort bis heute sehr beliebt.
Herkunft: Wer als Erster auf die Idee gekommen ist, Käse ins Wurstbrät der Krainer zu mischen, ist umstritten. Gern wird erzählt, dass es zwei oberösterreichische Fleischhauer waren, die das Rezept in den 1960er-Jahren für die Wurst, von ihnen noch „Kasermandl“ getauft, entwickelten.
Gewusst? In Wien wird sie stets gebraten, im Westen Österreichs auch gebrüht.

Zubereitungstipp

Wer will, kann seine Würste dabei auch gleich zum Würzen nutzen, indem er sie einfach statt im Wasser in der Beilage erwärmt. Bratwürste oder Debreziner etwa können zuerst sanft gemeinsam mit Sauerkraut ziehen, bis sie die richtige Temperatur haben, bevor sie noch einmal kurz in die heiße Pfanne kommen.

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