Korean Fried Chicken selber machen
KFC – kennen Sie? Damit meinen wir nicht die bekannte Fastfood-Kette, sondern das Korean Fried Chicken, den Streetfood-Hit, der seit Jahren gehyped wird. Seinen Ursprung hat der Trend in Asien. In Südkorea zählt das knusprige Hendl zu den beliebtesten Streetfood-Klassikern. Über die USA ist der Hype nun auch zu uns herübergeschwappt. Das Geheimnis liegt in der besonderen Marinade, der geschmacksintensiven Sauce und der klassischen Doppel-Frittiermethode. Ein Aufwand, der sich geschmacklich lohnt.
Was ist Korean Fried Chicken?
Auf den ersten Biss wie ein Backhendl, aber dann doch ganz anders:
Spezielle Marinade: In Korea werden die Hendlstücke zuerst meist in einer Salzlake aus Wasser, Salz, Zucker, Reisessig und Gewürzen wie Ingwer, Knoblauch und Chili eingelegt. Diese Marinade macht das Fleisch herrlich zart.
Doppel-Frittiermethode: Das Korean Fried Chicken wird zweimal frittiert. Dadurch wird die Panier besonders dünn und extrem knusprig.
Saftiges Fleisch: Trotz knuspriger Hülle außen bleibt das Fleisch drinnen wunderbar saftig.
Intensive Glasuren: Typisch für das Korean Fried Chicken sind süß-scharfe Saucen auf Basis von Gochujang, einer koreanischen Chilipaste, Sojasauce, Knoblauch, Ingwer und Honig, mit der die Hendlstücke nach dem Frittieren glasiert werden.
Große Geschmacksvielfalt: Durch die verschiedenen Glasuren ergibt sich eine enorme aromatische Bandbreite. Von Soja-Knoblauch über Sweet Chili bis hin zu Honey Butter.
Beilagen: Traditionell wird Korean Fried Chicken mit Sesam und Jungzwiebeln garniert und mit eingelegtem Rettich serviert. Alternativ passen auch Gewürzgurken oder Cole Slaw mit asiatischem Dressing dazu.
Die richtigen Zutaten
Für ein klassisches Korean-Fried-Chicken-Rezept braucht es hochwertiges Fleisch. Grundsätzlich können Sie alle Teile des Hendls verwenden – es gibt aber einige Stücke, die sich besonders gut eignen:
- Hendlflügel
- Hendlunterkeulen
- Hendloberkeulen
Egal, wofür Sie sich entscheiden: Schneiden Sie die Stücke nicht zu groß, damit sie gleichmäßig garen und die Frittierzeit kurz bleibt.
Unser Tipp: Die Keulen lassen sich ganz einfach auslösen und ohne Knochen zubereiten.
Das sagt der Hofstädter
Für besonders saftiges Korean Fried Chicken sind Hendloberkeulen mit Knochen die beste Wahl. Das dunkle Fleisch enthält mehr Fett und Bindegewebe, bleibt beim Frittieren zarter und verzeiht auch längere Garzeiten.
Korean-Fried-Chicken-Marinade
Damit das Korean Fried Chicken besonders zart wird, sollte es vor dem Frittieren in Marinade eingelegt werden – am besten in einem Frischhaltebeutel oder vakuumiert für mindestens eine Stunde oder noch besser über Nacht im Kühlschrank. So können die Aromen tief einziehen und das Hendl bleibt sehr saftig.
Klassisch wird in Korea eine Salzlake aus Wasser, Salz, Zucker, Reisessig, Ingwer, Knoblauch und Chili verwendet. Weniger bekannt, aber genauso gut: eine Korean-Fried-Chicken-Marinade aus Buttermilch, Zitronensaft oder Essig, Salz, Honig, Knoblauch, Ingwer, Sojasauce und Chili.
Korean Fried Chicken panieren
Die Panade besteht aus Speisestärke, Mehl und etwas Backpulver. Die bei uns typische Maisstärke ist eine Notfalllösung – knuspriger wird das Hendl nämlich mit Tapioka-, Süßkartoffel- oder Kartoffelstärke. Als Mehl eignet sich klassisches Weizenmehl Type 480. Grundsätzlich sind zwei Paniermethoden möglich:
1. Stärke, Mehl und etwas Backpulver mit wenig Wasser zu einem dickflüssigen Teig glattrühren. Die trockengetupften Hendlstücke darin wenden.
2. Die Hendlstücke direkt in der trockenen Stärke-Mehl-Backpulver-Mischung wälzen. Dabei das Fleisch nicht trocken tupfen – die Feuchtigkeit sorgt dafür, dass die Panade gut haftet.
Optisch sieht das Korean Fried Chicken mit Teig zwar etwas schöner aus, knuspriger wird es aber mit der trockenen Panade.
Korean-Fried-Chicken-Sauce
Einfach würzig – die klassische Korean Fried Chicken Sauce ist eine Geschmacksexplosion. Und das kommt hinein:
• die koreanische fermentierte Chilipaste Gochujang
• Sojasauce
• Honig
• Knoblauch
• Reisessig
• Sesamöl
• Ingwer
Wie alles am Korean Fried Chicken ist auch die Sauce denkbar simpel gehalten. Sie wird kurz aufgekocht, bis sie leicht eindickt. Anschließend werden die frisch frittierten Hendlstücke damit glasiert.
Warum wird Korean Fried Chicken zweimal frittiert?
Die Doppel-Frittiermethode macht das Koreanische Fried Chicken so besonders. Beim ersten Frittieren wird das Fleisch durchgegart. Nach einer kurzen Ruhepause wandert es ein zweites Mal bei höherer Temperatur ins heiße Öl. Dadurch verdampft überschüssige Feuchtigkeit aus der Panier – das Hendl bekommt eine feine, luftige und langanhaltende knusprige Kruste. Trotzdem bleibt das Fleisch innen total saftig.
Funktioniert Korean-Fried-Chicken im Airfryer?
Nur zum Teil. Die Zubereitung in der Heißluftfritteuse ist zwar möglich, den charakteristischen Crunch bekommt man damit aber nicht hin. Der entsteht nur durch das klassische Doppel-Frittieren in Öl.
Korean-Fried-Chicken-Rezept
Wer den Streetfood-Klassiker Korean Fried Chicken knusprig hinbekommen möchte, macht das daheim am besten so:
1. Hendlstücke in Salzlake (Wasser, Salz, Zucker, Reisessig, Ingwer, Knoblauch und Chili) oder Buttermilchmarinade (Buttermilch, Zitronensaft oder Essig, Salz, Honig, Knoblauch, Ingwer, Sojasauce und Chili) einlegen.
2. Teile in einer Mischung aus Mehl, Stärke und Backpulver wälzen.
3. Das Hendl in neutralem, hoch erhitzbarem Pflanzenöl (Soja-, Raps-, Sonnenblumen- oder Erdnussöl) bei 160 °C frittieren.
4. Fleischstücke herausnehmen und zwei Minuten ruhen lassen.
5. Für die knusprige Kruste bei 180 °C noch einmal frittieren.
6. Mit der Fried-Chicken-Sauce (aus Gochujang, Sojasauce, Honig, Knoblauch, Reisessig und Sesamöl) glasieren und mit Sesam und in Ringe geschnittenen Jungzwiebeln bestreuen.
Zum Schluss noch ein Tipp: Traditionell ist Korean Fried Chicken scharf. Schuld daran ist die fermentierte Chilipaste Gochujang. Wer es milder mag, spart entweder an der Chilipaste oder gleicht die Schärfe mit einer Extraportion Honig aus.